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Glossar

Progressionsvorbehalt


Was ist der Progressionsvorbehalt

Der Progressionsvorbehalt ist ein steuerliches Konzept in Deutschland. Er betrifft die Besteuerung von bestimmten Einkünften. Diese Einkünfte bleiben zwar steuerfrei, beeinflussen aber den Steuersatz für das restliche Einkommen. Dadurch kann sich der Steuersatz auf das zu versteuernde Einkommen erhöhen. 

Beispiele für solche Einkünfte sind Arbeitslosengeld oder Krankengeld. Wenn man im Jahr solch steuerfreie Einkünfte erhält, kann das Einkommen höher belastet werden. Der steuerliche Vorteil der Freistellung wird durch den Progressionsvorbehalt also eingeschränkt. 

Hintergrund dieser Regelung ist eine sogenannte Steuergerechtigkeit. Menschen mit gleichem Gesamteinkommen sollen gleich besteuert werden. Ein Sinn dieser Bestimmung ist es, eine Gleichbehandlung aller Steuerzahler zu erreichen.

Wie funktioniert der Progressionsvorbehalt

Die Berechnung des Progressionsvorbehalts erfolgt durch das Finanzamt. Er wird bei der Steuererklärung berücksichtigt. Zuerst wird das tatsächliche zu versteuernde Einkommen ermittelt. Anschließend werden die steuerfreien Leistungen hinzugefügt. Das Finanzamt berechnet, welchen Steuersatz das Gesamteinkommen erfordert. 

Dieser Steuersatz wird dann auf das zu versteuernde Einkommen angewendet. Das bedeutet, dass man trotz steuerfreier Zahlungen einen höheren Gesamtsteuersatz zahlen kann. Die genaue Auswirkung hängt von der Höhe der steuerfreien Einkünfte und dem restlichen Einkommen ab. 

Die Berechnung ist nicht ganz einfach, daher wird empfohlen, sich bei Unsicherheiten an einen Steuerberater zu wenden.

Jens Landfeld

Ihr Ansprechpartner:


Jens Landfeld

Geschäftsführer, Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann

EVENTUS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft